Erste Station der Woche ist jeweils das Kloster in Müstair, Weltkulturerbe der UNESCO, wo man das Wissen über das Frauenkloster mit Referaten und Besichtigungen vertiefte, bevor die Reise weiterging nach Bozen.
Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das Eurac Research, das Zentrum für angewandte Forschung, das sich wissenschaftlich mit verschiedensten Facetten der Alpen von Bergen über Gletscher, Schnee, Lawinen bis zu Mumien, aber auch mit Menschen, Kultur, Natur und Sprachen der Alpen befasst.
Im ladinischen Schulamt Bozen empfing die Gruppe die Sängerin, Komponistin und Sprachwissenschaftlerin Dr. Susy Rottonara und gab einen Einblick in das paritätische Schulsystem Südtirols und der Ladiner. «Ihr Spezialgebiet, die Welt der Fabelwesen Ladiniens, ist ein Muss, wenn man Frau Rottonara besucht, hat sie doch etliche Feen schon durch ihre Stimme und durch ihre Kompositionen zum Leben erweckt», so Defuns.
Zwischen den Lerneinheiten machten die Schülerinnen und Schüler eine Schnitzeljagd durch Bozen und entdeckten von Walther von der Vogelweide bis zur Pietà und zum Neptunbrunnen einiges. Ausserdem gab es einen Besuch im Archäologischen Museum mit «Ötzi», dem Mann aus dem Eis.
Der Mittwoch war dem Liebespaar Romeo und Julia gewidmet – englisch und romanisch, von William Shakespeare bis Ursicin G. G. Derungs. Am Originalschauplatz rezitierten die Schülerinnen und Schüler Szenen aus dem Werk in zwei Sprachen und am Balkon der Julia durften die Schülerinnen und Schüler auf rosarotem Papier ihr ganz persönliches Liebesgedicht in Julias Briefkasten werfen.
Tiefer in die ladinische Sprache stiegen die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto «Siaden ellas vals» («Hinauf in die Täler») ein und besuchten das Fassatal, wo Ladin Fassan gesprochen wird. Dort besuchten sie das Istitut Cultural Ladin und die Biblioteca Ladina in der Majon di Fascegn. Die Runde durch das Land der Ladner führte die Gruppe von Bozen aus über den Karerpass zum Karersee und weiter nach San Jan, dann über das Sellajoch nach Selva (Wolkenstein) und zurück nach Bozen.
Empfangen wurde die Gruppe dabei auch wieder von David Lardschneider und tauchte in die «Val» oder «Valunga» (auf Italienisch) ein, ins Langental zur Silvesterkapelle, «dem schönsten Ort der Welt», wie David Lardschneider sagt. «Ein Kulturaustausch mit Jugendlichen und ein Referat von Lardschneider waren die Höhepunkte, ebenso die grosse ‹Marenda›, zu der uns David eingeladen hat. Ein grosses Dankeschön», so Defuns.
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